Bildungsspaziergang in Malchin

Amt Malchin am Kummerower See, den 28.10.2026

Rund 25 Teilnehmer aus Schulen, Stadtvertretung, Vereinen und Naturparks kamen beim mittlerweile vierten Bildungsspaziergang in Malchin zusammen. Mehr als drei Stunden lang standen der Austausch, die Vernetzung außerschulischer Bildungsorte und die Entwicklung gemeinsamer Projekte für das Jahr 2027 im Mittelpunkt. Dabei erhielten die Teilnehmer Einblicke in neue Angebote der Stadtbibliothek, die sanierte Marcus-Schule und die Zukunftspläne des Wasserwerks der Zukunft.


Zum Auftakt begrüßten Jane Langforth von der Stadtbibliothek und Uta Berghöfer die Gäste. „Freue mich, dass die Runde immer größer wird“, sagte Berghöfer mit Blick auf das wachsende Netzwerk. Im vergangenen Jahr war die Teilnehmerzahl noch deutlich geringer ausgefallen.


Jane Langforth nutzte das Treffen, um die neu eröffnete „Bibliothek der Dinge“ der Stadtbibliothek vorzustellen. Das Konzept ermöglicht es, Gegenstände auszuleihen, die nicht unbedingt jeder selbst besitzen muss, aber für bestimmte Projekte oder Aktivitäten benötigt. Dazu gehören unter anderem ein Podcast-Koffer und ein Schallplattenspieler. „Gespannt, wie es angenommen wird“, kommentierte Langforth das neue Angebot. Gerade für Schulen, Vereine und andere Bildungseinrichtungen könnten sich daraus interessante Möglichkeiten ergeben.


Anschließend führte der Bildungsspaziergang zur neu sanierten Marcus-Schule. Schulleiter Michael Schmidt und Hannes Liefke übernahmen die Führung und teilten die Gruppe dafür in zwei kleinere Teams auf. Besichtigt wurden unter anderem die modernisierten Fachräume. Für die Vertreter der verschiedenen Einrichtungen bot der Rundgang zahlreiche Anregungen und einen Einblick in die Möglichkeiten, die zeitgemäße Lernräume eröffnen.


Nächste Station war das Wasserwerk der Zukunft. Dort standen die Zusammenarbeit zwischen regionalen Schulen und außerschulischen Lernorten sowie Ideen für gemeinsame Projekte und Projekttage im Jahr 2027 auf der Tagesordnung. Ein besonderer Schwerpunkt lag auf der geplanten Freiluftwerkstatt, die künftig zusätzliche Möglichkeiten für praktisches und gemeinschaftliches Lernen bieten soll.


David Schacht und Uta Berghöfer stellten die Baustelle der Außenwerkstatt vor und erläuterten das Konzept. Vorgesehen ist ein überdachter Bereich, in dem auch bei wechselhaftem Wetter gemeinsam gewerkelt werden kann. Die Fertigstellung ist bis zum 30. November 2026 geplant. Zur Ausstattung gehört auch ein Sanitärcontainer mit Trinkwasser- und Abwasseranschluss. Im kommenden Jahr soll die Werkstatt dann für Bildungsangebote und gemeinsame Aktivitäten zur Verfügung stehen.


Darüber hinaus wurden die Pläne für ein grünes Klassenzimmer vorgestellt, das in Zusammenarbeit mit dem Naturpark Mecklenburgische Schweiz und Kummerower See sowie dem Förderverein des Naturparks entstehen soll. Als möglicher Standort ist die Blühwiese vor dem Hain der Bäume vorgesehen. In Kürze sollen dort Schüler Blumenzwiebeln pflanzen und damit selbst an der Gestaltung des Geländes mitwirken.


Auch die Ausstellung „Working with Water“ wurde in den Austausch einbezogen. Sie passt thematisch zum Wasserwerk der Zukunft und eröffnet weitere Anknüpfungspunkte für Bildungsangebote rund um Wasser, Umwelt und Nachhaltigkeit.


Beim abschließenden Imbiss nutzten die Teilnehmer die Gelegenheit, Gespräche zu vertiefen und neue Kontakte zu knüpfen. Ziel bleibt es, außerschulische Lernorte stärker miteinander zu vernetzen und Kindern und Jugendlichen in der Region vielfältige praktische Lernerfahrungen zu ermöglichen.
 

 

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