Volkstrauertag auf dem Malchiner Friedhof

Amt Malchin am Kummerower See, den 16.11.2025

Am heutigen vorletzten Sonntag des Kirchenjahres fand um 10 Uhr auf dem Malchiner Friedhof die zentrale Gedenkveranstaltung zum Volkstrauertag statt. Der Tag zählt zu den wichtigsten staatlichen Gedenktagen in Deutschland. Er erinnert an die Opfer von Kriegen, Gewaltherrschaft und Terror und mahnt zu Frieden, Versöhnung und Verantwortung aus der Geschichte.


Die Veranstaltung wurde von Pastor Markus Hasenpusch geleitet. In seiner Ansprache verband er die Erinnerungen an die Kriegs- und Nachkriegszeit mit der heutigen Realität. Er betonte, dass die Erfahrungen der vergangenen Generationen bis in die Gegenwart hineinwirken. Zugleich wies er darauf hin, dass wir heute erneut Kriege und Konflikte erleben – unter anderem in der Ukraine, in Mali, im Sudan, in Afghanistan oder im Gazastreifen. Diese Beispiele zeigten deutlich, dass Frieden keine Selbstverständlichkeit ist.


Auch Bürgermeister Axel Müller richtete Worte an die Anwesenden. Er ging auf die aktuelle weltpolitische Lage ein und erinnerte daran, dass wir in diesem Jahr 80 Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges stehen. Müller hob hervor, dass die letzten Zeitzeuginnen und Zeitzeugen sterben – und mit ihnen ein Teil der unmittelbaren Erinnerung. Umso wichtiger sei es, Verantwortung für die Weitergabe dieser Erinnerungen zu übernehmen.


Der Volkstrauertag wurde nach dem Ersten Weltkrieg eingeführt und hat heute einen überkonfessionellen, gesamtgesellschaftlichen Charakter. Er dient nicht nur der Trauer um die Toten vergangener Kriege, sondern auch der Mahnung zu Frieden und Verständigung. Gerade in Zeiten politischer Spannungen und militärischer Konflikte gewinnt dieser Tag erneut an Aktualität.


Im Anschluss an die Ansprachen fand wie jedes Jahr die Kranzniederlegung auf dem Friedhof statt. Vertreterinnen und Vertreter aus der Stadtvertretung Malchin sowie Bürgerinnen und Bürger nahmen daran teil. In stillem Gedenken gedachten die Anwesenden der Opfer von Krieg, Gewalt und Vertreibung. 
 

 

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