Tour durch die „Schweiz“ offenbart Schwachstellen im Radwegnetz

Amt Malchin am Kummerower See, den 10.09.2019

100 Teilnehmer waren am 31. August bei der Malchiner Volksradtour am Start. Die Tour führte auch über Wege, die noch sehr zu wünschen übrig lassen. 

 

Walter Hanck hat das Rentenalter längst erreicht. Ein Rentner zu sein, das heißt für ihn aber keineswegs Ruhestand. Immer wenn es das Wetter erlaubt, schwingt sich der Duckower auf sein Rad und fährt kreuz und quer durch die Mecklenburgische Schweiz. Zwanzig bis dreißig Kilometer stehen nach so einer Tour in aller Regel auf dem Tacho. Am 31. August trat Hanck sogar noch ein wenig länger in die Pedale als gewöhnlich. Zum ersten Mal radelte Hanck bei der Malchiner Volksradtour mit. Und die hatte eine Gesamtstrecke von insgesamt 42 Kilometern. Hört sich vielleicht erst einmal gar nicht so weit an, aber bei Temperaturen von bis zu 30 Grad war das für die mehr als einhundert Teilnehmer doch wieder eine ganz besondere Herausforderung. Und nicht nur mit der Hitze hatten die Radler zu kämpfen. Die Tour zeigte auch, dass es im Radwegenetz der Mecklenburgischen Schweiz schon noch die eine oder andere Schwachstelle gibt. Konnte man auf den ersten 15 Kilometern von Malchin nach Neukalen und Karnitz bei gutem Untergrund noch ordentlich Fahrt aufnehmen, kam der Tross auf dem Weg nach Pohnstorf schon mächtig ins Stocken. Sandiger Untergrund, viele kleine Steine – so ein Belag ist nicht unbedingt des Radlers Freund. Ähnlich war auf dem Abschnitt, der von Wendischhagen nach Basedow Höhe führt. Auch hier musste schon kräftig in die Pedale getreten werden, um überhaupt Meter zu gewinnen. „Hier sind dringend die Verantwortungsträger gefragt, um diese Abschnitte so herzurichten, dass man hier auch wirklich problemlos radeln kann“, war man sich im Teilnehmerfeld einig. Zu den Helden des Tages gehörte am 31. August zweifellos der Neukalener Hand-Biker Eckhard Hähnke. Trotz seines körperlichen Handicaps, bewältigte er die ganz sicher nicht einfache Strecke nur mit der Kraft seiner Arme. Eine Extra-Portion Nudelsalat hatte sich am Zielort Basedow auch die kleine Charlotta verdient. Mit sieben Jahren war sie die jüngste Teilnehmerin.

 

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