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Kinovorhang öffnet sich wieder in der Malchiner Filmbühne

Malchin. Es ist schon einige Jahre her, da lief ein Streifen namens „Die unendliche Geschichte“ mit großem Erfolg über die Kinoleinwände der Republik. Treffender als es der Filmtitel zum Ausdruck bringt, lassen sich mit Blick auf die vergangenen Jahre auch die Geschehnisse rund um das Malchiner Kino kaum beschreiben. Die muten nämlich längst an wie eine unendliche Geschichte. Vorhang auf Vorhang zu – immer wieder gaben sich hier in der jüngeren Vergangenheit die Betreiber die Klinke in die Hand.

Ein klassisches Kino-Happyend –  anders als in der „Unendlichen Geschichte“ - gab es bislang für niemanden, der in Malchin sein Glück als Filmvorführer versuchte. Doch es gibt da zwei junge Männer, die glauben nicht an das viel zitierte „Gesetz der Serie“: Matthias Karstädt und Ronny Wilde. Beide stammen aus der Nähe von Anklam und wollen in den nächsten Wochen und Monaten den Beweis antreten, dass auch in einer so kleinen Stadt wie Malchin ein Kino durchaus mit Erfolg betrieben werden kann. Die Filmbühne in der Wargentiner Straße hat Malchins Bürgermeister Jörg Lange in ihr Blickfeld gerückt. In einer Zeitung hatte er von den beiden jungen Männern und ihr Kino in Anklam gelesen und kurzerhand den Kontakt hergestellt. Denn warum soll in Malchin nicht funktionieren, was sich in einem ähnlichen Umfeld in Anklam schon seit sechs Jahren bewährt hat. Genau so lange haben Wilde und Karstädt im Kino in der ostvorpommerschen Kreisstadt das Sagen. Lange begeistern musste das Malchiner Stadtoberhaupt die beiden jungen Männer nicht. Die handelten in den vergangenen Wochen den Mietvertrag mit dem Besitzer der Filmbühne aus und auch das Personal für das Malchiner Kino haben sie mittlerweile gefunden. Nach mehr als einjähriger Unterberechung soll sich nun am 1. Juli der Kinovorhang in Malchin wieder öffnen. „Wir haben erst einmal einen Mietvertrag für ein Jahr und wir sind natürlich angetreten, um hier auch über diese Zeit hinaus Erfolg zu haben“, geben sich die beiden neuen Filmvorführer optimistisch. Dass sich ein Kino nicht nur mit dem aktuellen Programm rechnet, diese Erfahrung haben die Beiden in den vergangenen Jahren in Anklam gemacht. „Wir haben dort eine enge Zusammenarbeit mit den Schulen, bieten besondere Filme und veranstalten Filmnächte zu besonderen Kinopremieren. All das soll es in Zukunft auch in Malchin geben“, kündigt Matthias Karstädt an. Geöffnet wird die Malchiner Filmbühne ab Juli an sechs Tagen in der Woche, nur am Montag bleibt der Vorhang geschlossen. Mit den Kartenpreisen wollen die neuen Betreiber Rücksicht nehmen auf die sozialen Begebenheiten vor Ort. „An Kinotagen kostet das Ticket 4, 90 Euro, sonst einen Euro mehr“, sagt Karstädt.      

Zuletzt aktualisiert am Dienstag, den 08. Juni 2010 um 08:48 Uhr