Tour de Meck Schweiz wird zu
„Schlacht“ für Mensch und Material
Am Morgen des 15. Mai übten sich Thomas Koch und Toni Hassemer noch in Galgenhumor. „Wenn wir an die Renner Starnummern herausgeben, dann legen wir am besten noch eine Schwimmweste mit dazu“, scherzte Koch, den Blick gen Himmel gerichtet, der seine Schleusen weit geöffnet hatte und auch den ganzen Tag nicht mehr schließen sollte. (Die Bilder zur Tour.)
Nein, im Verdacht zu Petrus einen besonders heißen Draht zu haben, stehen die Organisatoren der Radsportveranstaltung „Tour de Meck Schweiz“ beim besten Willen nicht. Nach Regen bei der Premiere im vergangenen Jahr sollte es das Wetter auch bei der zweiten Auflage keinen Deut besser meinen mit den Veranstaltern. Doch neben der weniger erfreulichen gab es für Koch und Hassemer auch noch eine positive Parallele zum vergangenen Jahr. Den Radsportlern war es auch am 15. und 16. Mai so ziemlich egal, dass die Sonne ihren Dienst verweigerte. Und so blieb die gemütliche Ausfahrt für Jedermann die einzige Veranstaltung, die wetterbedingt abgesagt werden musste. Zu einer regelrechten „Schlacht“ für Mensch und Material avancierte am das Mountainbike-Rennen quer durch das Malchiner Hainholz. Mit am Start war hier mit dem Berliner Patrick Hofmann auch der Protagonist, der den anspruchsvollen Kurs 2009 am besten absolvierte. Schlammige Strecke, 16, 5 Kilometer lang – den Fahrern wurde so ziemlich alles abverlangt, was die Beine hergaben. Obwohl er all sein Können, all seine Kraft in die Waagschale warf, für Platz eins reichte es diesmal nicht für Patrick Hofmann. Er musste sich knapp Immanuel Leiffer aus Sanzhof geschlagen geben. Um den auch als Sieger identifizieren zu können, musste der sich nach Zieleinfahrt erst einmal flugs das Gesicht waschen. Die schlammige Strecke hatte rund um die Augen nämlich unverkennbare Spuren hinterlassen. Nicht minder spannend ging es beim Einzelzeitfahren von Malchin nach Faulenrost und zurück sowie beim Etappenrennen zu. An beiden Tagen begaben sich zirka 50 Rennfahrer auf die Strecke. Wie schon im Gelände waren es auch auf der Straße bekannte Akteure des Vorjahres, die den Rennen ihren Stempel aufdrückten. Nach seinem Sieg beim 20 Kilometer Zeitfahren – die Strecke absolvierte er in 26 Minuten und 47 Sekunden und einer Durchschnittgeschwindigkeit von 44 km/h – setzte sich Kai Sokolowski von der Uni Greifswald auch bei der Etappe schon in Gielow mit zwei weiteren Fahrern vom Hauptfeld ab und spurtete nach 72 Kilometern schließlich auch als Sieger vor dem Rostocker Dirk Holz ins Ziel. Erfreulich für die Region: Alexander Block aus Stavenhagen sicherte sich den dritten Platz. So wars keine lange Rechnerei, um mit Kai Sokolowski auch den Sieger der Gesamtwertung zu ermitteln. Der freute sich über den Preis – ein hochwertiges Rennrad – und war des Lobes voll für die Organisatoren: "Die Veranstaltung hat in diesem Jahr einen richtigen Schritt nach vorne gemacht. Die Strecken waren hervorragend ausgesucht, das Ganze drum herum hat einfach gestimmt“, sagte er und kündigte gleich seinen Start für das nächste Jahr an. Rundum zufrieden waren am Abschluss der zwei Tage auch Thomas Koch und Toni Hassemer. „Es ist einfach ein tolles Gefühl, wenn die Sportler wieder zufrieden nach Hause waren und nach den Mühen der Vorbereitungen trotz des Wetters alles so geklappt hat, wie wir uns das vorgestellt haben. Das motiviert für die 3. Tour de Meck Schweiz im kommenden Jahr“, waren sich die beiden Organisatoren einig.
|